Ein Gongschlag voller Tränen und ein Pinienzapfen aus der Kindheit 🇫🇷✨
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Hallo Ihr Lieben da Draußen, 🙋💗
nachdem meine Welt durch den Verlust meiner Eltern erst einmal stillstand, kam irgendwann der Moment, in dem ich wusste: Ich muss zurück. Zurück an den Ort, an dem wir als Familie noch glücklich und vereint waren.
Mein Mann und ich reisten an den Golf von Saint-Tropez. Mein Ziel war ein ganz besonderes Juwel meiner Kindheit: Das heutige Le Beauvallon in Grimaud. Viele kennen es vielleicht noch unter seinem ursprünglichen Namen – das Golf Hotel. Es war genau der Ort, an dem ich mit meinen Eltern und meiner Schwester damals so glückliche Ferien verbrachte. Heute, 2023 ist es eine prachtvolle Privatresidenz.
Ein Wunder der Gastfreundschaft
Schon im Februar 2023 nahm ich all meinen Mut zusammen und schrieb dem Management. Ich erzählte meine Familiengeschichte und fragte, ob ich mich in dem Haus noch einmal umsehen dürfte. In Hongkong – der Heimat der Besitzer – wird Familiengeschichte großgeschrieben, und tatsächlich: Man antwortete mir! Man versprach mir, eine Besichtigung möglich zu machen, wenn ich in der Nähe sei .
Als wir im August 2023 dann wirklich in Südfrankreich waren, schrieb ich erneut. Und was soll ich sagen? Man lud uns für den folgenden Samstag ein. Ich war unsagbar glücklich!
Der Moment am Gong
Schon beim Betreten spürte man die Verbindung zwischen französischer Eleganz und asiatischer Tradition. Zur Linken im Entree steht ein gewaltiger, imposanter Gong. Man erklärte mir: Wer eintritt oder nach Hause zurückkehrt, schlägt ihn. Als ich ihn selbst schlagen durfte, hallte der tiefe Ton tief in mir wider. Es war, als würde die Geschichte meiner Kindheit im alten Golf Hotel mit der Gegenwart verschmelzen. 🔔✨
Eine Reise in die Vergangenheit
Eine wunderbare Dame führte uns herum. Da mein Englisch nicht das Beste ist, half mir mein Mann beim Übersetzen. Wir sahen die ehemalige Bar, und die Terrasse, auf der ich früher mit meinem Vater gefrühstückt hatte.
In diesem Moment wurde mir klar: Manche Orte sind so kostbar, dass man sie sich nicht mit Geld kaufen kann – man trägt sie im Herzen. Und auch wenn eine Übernachtung in so einem prachtvollen Haus für mich wohl immer ein wunderschöner Traum bleiben wird, war dieses kurze Zurückkehren an den Ort meiner Kindheit für mich schon das größte Geschenk überhaupt.
Während wir durch die Räume und den weitläufigen Garten spazierten, kamen wir aus dem Staunen nicht heraus: Überall gab es wundervolle Kunstwerke zu bewundern, die sich perfekt in das Anwesen einfügten. Es war eine Welt voller Inspiration, die mich tief berührt hat.
Ich erinnerte mich sogar an eine Unterführung im Garten, die direkt zum Strand führt – und die Dame lief tatsächlich mit uns dorthin. Während ich das schreibe, laufen mir wieder die Tränen die Wangen hinunter. Diese Herzlichkeit war unbeschreiblich.
Ein Ausblick voller Hoffnung
Zum Abschluss lud uns die Dame noch auf ein gemütliches Glas Wasser ein. Wir sprachen darüber, wie schön es wäre, wenn dieses besondere Haus irgendwann wieder seine Türen für Gäste öffnen würde. Sie deutete an, dass es entsprechende Überlegungen gäbe und man uns informieren würde, falls sich die Tore des Hauses wieder für die Öffentlichkeit auftun.
Kleiner Spoiler: Diese Hoffnung wurde 2025 tatsächlich Wirklichkeit! Wir erhielten eine Nachricht und durften für ein Abendessen an diesen magischen Ort zurückkehren. Aber dazu erzähle ich euch in einem späteren Kapitel mehr – da müsst ihr euch noch ein wenig gedulden! 😉
Der Ursprung meines ersten Werks
Im unteren Abschnitt des Hotelgartens / Poolbereich Richtung Strand fand ich einen herabgefallenen Pinienzapfen einer riesigen Pinie. Ich durfte ihn als Andenken mitnehmen. Wieder zu Hause angekommen, wusste ich: Dieser Zapfen ist zu kostbar für eine Schublade. Ich nahm Sand vom Strand, ein paar Steine, Muscheln und goss daraus mein allererstes offizielles Epoxidharz-Stück in Pyramidenform. Es steht heute in meinem Schlafzimmer und erinnert mich jeden Tag an meine Eltern und diesen magischen Tag.
Ein Neuanfang im Schaltjahr
Dieses Stück entfachte das Feuer neu. Ich goss und kreierte so viel, dass mein Atelier bald aus allen Fugen platzte. Mein Mann und meine Freundin bestärkten mich: „Warum verkaufst du deine Werke nicht?“ Nach meinem ersten „Steuer-Schreck“ (aus Teil 2) machte ich mich diesmal schlau. Gemeinsam mit meinem Mann beschloss ich: Wir ziehen das durch!
Und so meldete ich am 29.02.2024 – ein Schaltjahr! – mein Kleingewerbe „Dominique Herbig Phoenix Art Ideas“ in meiner Gemeinde Böhl-Iggelheim an. 📑🚀
Wie es nach der Anmeldung mit Hürden wie der Verpackungslizenz weiterging, erfahrt ihr im nächsten Teil...
Bis bald, eure Dominique 👋♀️❤️
P.S.:
An dieser Stelle möchte ich ein tief empfundenes Dankeschön an das Management des COMO Le Beauvallon (ehemals Le Beauvallon / Golf Hotel) richten. Dass Sie mir die Türen zu diesem geschichtsträchtigen Ort meiner Kindheit geöffnet haben, ist alles andere als selbstverständlich. Diese Gastfreundschaft hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und meiner Geschichte. ✨🇫🇷
