Teil 2: Das 5-Tage-Gewerbe (oder: Warum ich fast zur Wachs-Millionärin wurde) 💰😃
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Hallo Ihr Lieben da Draußen 🙋💗
Manchmal fangen die größten Abenteuer mit einem simplen Satz an: „Das kann ich auch!“
Eine Freundin von mir testete sich damals durch sämtliche Raumdüfte, die der Markt hergab. Als ich die Preise sah, dachte ich mir: Das muss doch günstiger und besser gehen. Also fackelte ich nicht lange. Kurze Zeit später stand ich in einer Küche, die eher an ein Labor erinnerte: Kiloweise Wachs, Formen ohne Ende und ein fantastischer Lieferant für vegane, tierversuchsfreie Düfte waren gefunden.
Ich goss, experimentierte und kreierte die wildesten Duft-Waxmelts in allen Farben und Formen. Da das Gießen dem Schmuckhandwerk so ähnlich war, war ich voll in meinem Element. Die Nachfrage im Freundeskreis war so groß, dass der Plan feststand: Phoenixscents-shop muss offiziell werden!
Der Stolz und der Steuer-Schreck
Flyer und Aufkleber waren gedruckt, der Name war Programm. Am 11.02.2022 marschierte ich stolz wie Bolle zur Gemeinde, füllte den Gewerbezettel aus und – tja, da war ich: Dominique, die Geschäftsfrau.
Die Euphorie hielt genau fünf Tage. Am 15.02.2022 telefonierte ich mit meinem damaligen Steuerberater. Ihr müsst wissen: Steuern sind für mich so gruselig wie ein Horrorfilm bei Vollmond. Er rechnete mir vor, was es kosten würde, wenn er den Shop mitbetreut. Ich überschlug im Kopf, wie viele Waxmelts ich gießen und „unter die Menschheit bringen“ müsste, nur um den Berater zu bezahlen... Spoiler: Ich wäre Tag und Nacht nur noch am Topf gestanden.
Die Panik stieg auf, und am 16.02.2022 – nur fünf Tage nach der Anmeldung – schlich ich reumütig zurück zur Gemeinde und meldete alles wieder ab. Ich sag’s euch: Das war mir so schrecklich peinlich! Die Beamtin hat sicher auch ihren Augen nicht getraut.
Wenn die Welt plötzlich stillsteht
Rückblickend war diese kurze „Gewerbe-Episode“ aber nur das Vorgeplänkel für eine Zeit, die mich ganz anders fordern sollte.
Anfang 2021 begann eine Phase, in der ich einige schwere Trauerfälle verarbeiten musste. Es fühlte sich an, als würde das Schicksal keine Pause machen. Im August 2021 verstarb dann meine Mama – ein Verlust, der mich tief erschütterte. Und als ich gerade versuchte, irgendwie wieder festen Boden unter den Füßen zu finden, ging im Februar 2022 auch noch mein Papa.
Plötzlich war da keine Energie mehr für Waxmelts, Steuerberater oder Businesspläne. Ich hatte genug von allem und musste mich erst einmal um den wichtigsten Menschen in meinem Leben kümmern: um mich selbst. Ich legte alles auf Eis. Die Reise schien zu Ende, bevor sie richtig begonnen hatte.
Aber wie das Schicksal so spielt, führte mich der Weg zurück in meine Kindheit – und letztendlich doch zu meinem kleinen Herzensbusiness. Wenn ihr wissen wollt, wie das passierte, lest beim nächsten Mal weiter.
